Markise winterfest machen: Schritt-für-Schritt

Wenn die Temperaturen sinken, Frost einsetzt und das Wetter unberechenbarer wird, braucht deine Markise besonderen Schutz. Zwar ist sie für den Außenbereich gemacht – trotzdem können Nässe, Schmutz, Laub, Eis und Wind das Tuch oder die Mechanik langfristig belasten.
Hier erfährst du Schritt für Schritt, wie du deine Markise optimal auf den Winter vorbereitest – egal ob Gelenkarmmarkise, Seilspannmarkise oder eine elektrische Markise mit Sensoren.

Warum sollte man eine Markise winterfest machen?

Eine Markise besteht aus einem wetterfesten Tuch und einem mechanischen System, das über Jahre zuverlässig funktionieren soll. Im Winter wirken jedoch besondere Belastungen:

  • Feuchtigkeit → Schimmelgefahr, Stockflecken, Tuchwellen
  • Frost → kann Material verhärten oder Elektronik belasten
  • Wind → Gefahr für Gelenke, Arme und Befestigungen
  • Laub & Schmutz → setzen sich in der Kassette fest
  • Geringe Sonneneinstrahlung → Tuch trocknet langsamer

Eine gut vorbereitete Markise hält länger, bleibt farbstabil und funktioniert im Frühjahr ohne Probleme.

1. Markise komplett ausfahren

Zuerst fährst du das Markisentuch vollständig aus.
Warum?

  • Damit du das Tuch reinigen kannst
  • Damit Feuchtigkeit komplett abtrocknet
  • Damit du den Zustand des Stoffes und der Mechanik siehst

Achte auf trockenes Wetter, ideal ist ein kühler, sonniger Herbsttag.

Tuch gründlich reinigen

Eine saubere Markise übersteht den Winter deutlich besser.
So reinigst du das Tuch:

  1. Groben Schmutz vorsichtig abkehren
  2. Mit lauwarmem Wasser und weicher Bürste säubern
  3. Bei Bedarf eine milde Seifenlösung nutzen
  4. Gründlich mit klarem Wasser nachspülen
  5. Komplett trocknen lassen

Wichtig:

  • Keine Hochdruckreiniger
  • Keine aggressiven Reiniger
  • Keine starken Scheuermittel

Feuchtigkeit im Tuch kann über den Winter zu Schimmel und Stockflecken führen daher muss es 100 % trocken sein, bevor du es einfährst.

3. Mechanik reinigen und kontrollieren

Im Herbst lagern sich Staub, Spinnweben, Laub und kleine Äste in den Armen oder Gelenken ab.
Checkliste Mechanik:

  • Gelenkarme auf Leichtgängigkeit prüfen
  • Schutzkappen und Schrauben kontrollieren
  • Kassette oder Halbkassette von Laub befreien
  • Ablauföffnungen frei machen

Wenn du eine Kassettenmarkise hast, prüfe, ob sich Schmutz in der Kassette gesammelt hat. Dieser sollte vor dem Winter entfernt werden.

4. Elektrik prüfen (bei mototrischen Markisen)

Hast du eine elektrische Markise, solltest du folgende Punkte prüfen:

  • Funktioniert der Motor ruhig?
  • Reagiert die Fernbedienung zuverlässig?
  • Sind die Kabel wettergeschützt verlegt?
  • Sind Windsensoren, Sonnensensoren oder Regensensoren korrekt eingestellt?

Hinweis:
Falls du überlegst, einen Windsensor oder Regensensor nachzurüsten, ist der Herbst dafür eine gute Zeit, Sensoren schützen die Markise im Winter zusätzlich.

5. Markise vollständig trocknen lassen

Der häufigste Fehler: Man fährt die Markise ein, obwohl sie noch leicht feucht ist.
Folgen:

  • Schimmelbildung
  • muffiger Geruch
  • dunkle Flecken, die sich kaum entfernen lassen

Tipp:
Lass die Markise nach dem Reinigen mehrere Stunden, gern einen ganzen Tag, ausgefahren.

6. Markise einfahren und sichern

Sobald Tuch und Mechanik komplett trocken sind, kannst du die Markise winterfest einfahren.
Für alle Markisentypen gilt:

  • Markise gerade und vollständig einfahren
  • Armsystem muss komplett entlastet sein
  • Keine Gegenstände davor lagern

Eine Kassettenmarkise bietet von Natur aus den besten Witterungsschutz, weil Tuch und Mechanik rundum geschützt sind.
Bei einer offenen Markise empfiehlt sich eine zusätzliche Schutzhülle.

7. Schutzhaube oder Kassettenverschluss prüfen

Wenn du keine vollgeschlossene Kassette hast, solltest du eine witterungsbeständige Schutzhülle verwenden.
Schutzhülle schützt vor:

  • Schnee
  • Frost
  • Regen
  • Schmutz
  • UV-Licht

Achte darauf, dass die Hülle:

  • wasserabweisend
  • atmungsaktiv
  • korrekt befestigt ist

8. Sensoren für den Winter einstellen

Viele Nutzer besitzen heute bereits:

  • Windsensor
  • Regensensor
  • Sonnensensor
  • Smart-Home-Steuerung

Im Winter gelten andere Spielregeln:
Empfehlung:

  • Windsensor: Empfindlichkeit eher höher einstellen
  • Regensensor: aktiv lassen
  • Sonnensensor: meist deaktivieren (wenig Sonnenstunden)

Falls Sensoren im Freien montiert sind, sollten sie frei von Laub, Schnee und Eis bleiben.

9. Befestigungspunkte und Wandhalter prüfen

Sicherheit ist das A und O, besonders bei Frost und Winterwind.
Kontrolliere:

  • sitzen die Halterungen fest?
  • sind Dübel und Schrauben rostfrei?
  • gibt es feuchte Stellen an der Wand?

Falls du Beschädigungen entdeckst, ist jetzt der ideale Zeitpunkt, um sie zu beheben.

10. Markise während des Winters nicht benutzen

Viele machen den Fehler, die Markise auch im Winter auszufahren – selbst nur kurz.
Risiken:

  • Tuch kann bei Frost verhärten
  • Motor kann schwer laufen
  • Eis kann an den Armen anfrieren
  • Schnee kann das Tuch belasten

Daher gilt:
→ Markise im Winter eingefahren lassen
→ Nicht bei Frost oder Schnee bedienen

Praktische Tabelle: Winter-Check für Markisen

Häufige fehler im Winter und wie du sie vermeidest

Markise feucht einfahren
Führt fast immer zu Stockflecken
Tuch bei Frost ausfahren
Gefahr für Risse und Materialschäden
Schmutz in der Kassette lassen
→ blockiert Mechanik, sammelt Feuchtigkeit
Sensoren falsch eingestellt
→ Markise fährt im Schneefall aus → Gefahr für das Tuch
Schutzhaube vergessen (bei offener Markise)
→ erhöht die Witterungsbelastung enorm

FAQ: Markise winterfest machen

Kann ich meine Markise im Winter benutzen?

Nein, das Ausfahren im Winter sollte vermieden werden. Frost, Eis und Schnee können Mechanik und Tuch schädigen.

Bei offenen Markisen unbedingt. Kassettenmarkisen bieten bereits einen sehr guten Schutz.

Es entstehen Schimmel, Stockflecken und Gerüche, die sich später kaum entfernen lassen.

Bei korrektem Einfahren und ohne Vereisung ist der Motor sicher. Du solltest ihn aber nicht bewegen, wenn die Mechanik gefroren ist.

1–2 Kontrollen reichen: nach dem ersten Frost und nach starken Stürmen.

Ja, ein korrekt eingestellter Windsensor schützt die Markise vor ungewolltem Ausfahren durch Fehlbedienung.
Edgar Kremer
Edgar Kremer
Als Teamleiter im Vertrieb bin ich bei steda dein Ansprechpartner, wenn's um Terrassenüberdachungen, Carports, Verbundsicherheitsglas (VSG), Einscheibensicherheitsglas (ESG) und Sonnenschutz geht. Ich bringe eine Menge Erfahrung mit und helfe dir, die perfekte Lösung für dein Zuhause zu finden – maßgeschneidert auf deine Wünsche. Mir ist wichtig, dass du die technischen Details verstehst und genau weißt, was du bekommst.

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